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DR. UDO LUHMANN †

Paxillus Fr. ss.lt.

Lit. : Szczepka (1987), Sutara (1992), Hahn & Agerer (1999)

1 Lignicole Arten (Nadelholz); mit +/- exzentrischem, filzigem St oder ohne St; ohne Zystiden; Sp breit ellipsoid, kürzer als 6,5 µm; Basidien zylindrisch bis schmal keulig, 4-6 µm breit
Tapinella
1* Terrestrische Arten; St +/- zentral, mit Caulohymenium; mit Caulo- und HymenialZystiden; Sp (spindelig-)ellipsoid, länger als 6,5 µm; Basidien keulig oder keuligkopfig, 6,5-13 µm breit
Paxillus ss.str.
Tapinella Gilbert
1 St exzentrisch oder lateral, 3-9/2-5 cm, mit dunkelbraunem Filz; H 8-20 cm, zimt-, oliv-, nußbraun, mit dunkleren Zonen; L und Fl ockergelb; Sp 5-6(7)/3,5-4,5 µm
T. atrotomentosa (Batsch: Fr.) Sutara
1* St abwesend oder rudimentär (kürzer als 0,5 cm), Filz andersfarbig 2
2 St (wenn vorhanden) mit grau(-gelblichem) Filz; H 2-8 cm, konchat, flabellat, schmutzig ocker, ockerbraun, olivgelblich; Sp 4-6/3-4 µm
T. panuoides (Fr.: Fr.) Gilbert var. panuoides
2* H und St-Basisfilz (wenn St. vorhanden) mit violetten Tönen
T. panuoides var. ionopus Quel.
Paxillus Fr. ss.str.
1 H und St weiß, rostbraun fleckend, H 3-7 cm, Rd eingerollt; L cremefarben, im Alter ockerbraun; Sp 7,5-10,5/5-6 µm; Hh-Hyphen z.T. von auffälligen Gelscheiden ummantelt. Im Nadelwald. Bisher nur aus Böhmen bekannt
P. albidulus Sutara
1* H deutlich pigmentiert: lederfarben bis oliv-/tabak-/rostbraun; Hh-Hyphen ohne auffällige Gelscheiden 2
2 Unter Alnus, bodenvag: auf trockenen bis staunassen, sauren bis basischen Böden; H 3-10 cm, ocker- bis rotbraun, eingewachsen radialfaserig, angedrückt schuppig, Rd nur jung eingerollt und selten gerippt; St basal verjüngt, meist schmächtig, Basalmycel oft rosa, ohne Exsudattropfen; L jung mit goldgelbem Ton, dann gelbbraun, fleckend; Fl mit auffälligen Gelbtönen; Sp 5,5-8,5/4-5 µm; Rhizomorphenoberfläche mit zahlreichen aufgeblähten Zellen
P. rubicundulus Orton (P. filamentosus)
2* Andere Habitate, Hutrand lange eingerollt und meist (stark) gerippt; Sp größer 7-11/5-7 µm 3
3 Auf tiefgründigen lehmigen, humosen, sauren bis neutralen Böden, in Parkanlagen, Baumschulen (Verbreitung der Arten noch ungenügend bekannt); H filzig, später schuppig; L jung mit zitronen- bis goldgelbem Ton; St meist kürzer als Hutdurchmesser; Stielbasis und Basismycel mit roten Exsudattropfen 4
3* Streng kalkmeidend, auf trockenen Sandböden, aber auch in Hochmooren und auf nährstoffarmen Lehmböden; L ohne auffällige Gelbtöne; Stielbasis ohne rote Exsudattropfen: H 4-15 cm, ocker- bis hell rostbraun, filzig dann glatt, Rd meist gerippt und dauerhaft eingerollt; L blaß ockergelb dann gelbbraun, rostbraun fleckend, dicht stehend, (13-16/cm); St; zylindrisch, kräftig, 4-10/1-2,5 cm; Rhizomorphenwände punktiert (0,5 µm); Sklerotien klein, kugelig (bis 0,5 mm); Sp-Pulver ockerlich rostbraun. Unter Laub- und Nadelbäumen (v.a. Picea, Pinus, Betula)
P. involutus (Batsch: Fr) Fr.
4 H 7-20 cm, ocker-, oliv- bis rostbraun, auffällig filzig, im Alter oft schuppig aufreißend, Rd stark gerippt und dauerhaft eingerollt; L jung ockergelblich mit zitronengelbem Ton, dann gelbbraun, rostbraun fleckend, dicht stehend (15-18/cm); St oft kurz, stämmig, basal kaum verjüngt, 0,3(!)-5/1-2,5 cm; Rhizomorphenwände mit großen Kristallen (bis 2,5 µm) an den Außenwänden besetzt; Sklerotien groß, unregelmäßig geformt (bis 2 mm); Sp-Pulver ockerlich rostbraun. Unter Laubbäumen (Tilia, Carpinus, Populus)
P. validus Hahn
4* H 7-30 (40) cm, ocker-, tabak- bis rostbraun, auch mit Olivton, auffällig filzig, im Alter angedrückt schuppig, Rd stark gerippt, nur jung eingerollt; L jung blaß ockerfarben mit goldgelbem Ton, später dunkel rotbraun, sehr dicht stehend (17-24/cm); St sehr kurz und stämmig, basal verjüngt, 3-5/1,5-4 cm; Rhizomorphenwände mit kleinen Kristallen (0,5 µm) besetzt; Sp-Pulver dunkel (wein-)rotbraun. Unter Laub- und Nadelbäumen (Tilia, Quercus, Corylus, Abies, ...)
P. obscurosporus Hahn


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