Genus Pluteus Fries (Dachpilze)
Skript zum Vortrag über die Möglichkeiten und Grenzen bei vorwiegend makroskopischer Bestimmung von Dachpilzen
3. Exkursions- und Vortragstagung (ThAM) in Zadelsdorf (Thür.) vom 10. bis 12.09.2003
Dieser Vortrag ist als Hilfsmittel für die makroskopische Bestimmung von Dachpilzen gedacht, zeigt aber auch, dass ohne die Mikroskopie viele Arten nicht ausreichend sicher bestimmt werden können. Dies gilt besonders dann, wenn (wie so oft) nur wenig und untypisches (z. B. Albinos) Material zur Verfügung steht. Deshalb ist es für Nachuntersuchungen besonders wichtig, dass von den makroskopischen, meist vergänglichen Merkmalen Notizen angefertigt, und ein Exsikkat, d. h. ein gut getrockneter Beleg aufbewahrt wurde! (siehe Anlage zum Rundschreiben 2/2002)
Gattungsdiagnose:
Hut konvex bis flachkonvex, nicht niedergedrückt oder trichterartig, meist zentral gestielt und Stiel leicht vom Hut zu trennen; Lamellen jung weiß, später rosa bis rötlich-bräunlich, frei, Schneide ± ganzrandig, gleichfarben, heller oder dunkler; Stiel ± zylindrisch, Basis gleichdick, angeschwollen bis knollig, aber nicht gerandet knollig, Ring und Volva fehlend; Spp. rosa- bis rostbraun; Sporen stumpf elliptisch bis rundlich, glatt; Cheilozystiden immer, Pleurozystiden oft vorhanden, teils auffällig dickwandig und apikal mit charakteristischen Haken (Sektion Pluteus); saprophytisch auf Holz, teils aber auch scheinbar terrestrisch (auf Erde wachsend) auf vergrabenen Holzresten, seltener von anderen Substraten lebend.
Abgrenzung zu einigen ähnlichen Gattungen und Arten:
- Entoloma (Rötlinge): Sehr artenreiche Gattung, aber nicht mit vollkommen freien Lamellen. Manchmal zwar auch tief ausgebuchtet, dann aber mit Zähnchen herablaufend. Mikroskopisch sind die eckigen Sporen ein einfach nachzuweisendes Gattungsmerkmal.
- Volvariella (Scheidlinge): Volva (Scheide) vorhanden.
- Rhodocybe (Tellerlinge oder Bitterlinge): Hut oft etwas genabelt oder niedergedrückt; Lamellen angeheftet bis herablaufend angewachsen; Sporen mit ± deutlichem Ornament, keine Hymenialzystiden.
- Clitopilus (Mehlräslinge): Hut genabelt; Lamellen weit herablaufend; Sporen gestreift und ebenfalls ohne Hymenialzystiden.
- Mycena galericulata (Rosablättriger Helmling): Alt mit schwach rosa, aber nicht freien Lamellen, mit ± glockigem Hut sowie zähem Stiel.
- Megacollybia platyphylla (Breitblattrübling): extrem var., Lam. auch im Alter weißlich u. nie ganz frei, aber doch oft einem Dachpilz täuschend ähnlich.
- Bolbitius reticulatus / pluteoides (Netzadriger Mistpilz): Lamellen nicht rötlich, eher gelblich; Sporen alt dunkelbraun bis schwarz.
Hutdeckschicht, dachfolgend HDS genannt, aus ± liegenden Hyphen, makroskopisch Hut d.h. glatt, ± eingewachsen faserig, in Hutmitte auch flockig bis schuppig möglich. (nicht deutlich samtig, körnig, reifartig, runzelig-aderig). Relativ große fleischige Arten. Mikroskopisch gut an den apikal hakigen Pleurozystiden zu erkennen, aber einige Arten schwer eindeutig zuordenbar.
HDS-Hyphen zyl. bis spindelig ± aufgerichtet, Erscheinungsbild: Hutmitte etwas runzelig oder adrig, darüber samtig, körnig-schuppig
Huthaut aus kugeligen bis lang gestreckt keulig-spindeligen Elementen. Makroskopisch ähnl. Subsektion Eucellulodermini
HDS aus ± aufrechtstehenden stumpf keuligen oder kugeligen, zellartigen Hyphen. Hut samtig, runzelig bis adrig. Nicht so körnig wirkend wie in der Subsektion Hispidodermini.
Hinweis zu den Tabellen: Entsprechend der jeweils vorangestellten Kurzdiagnose die zutreffende(n) Tabelle(n) auswählen. Dann entsprechend dem Kurzkennzeichen (erste Tabellenzeile) eine Einordnung versuchen. Ich möchte noch einmal betonen, dass in derart kurzer Form nur einige signifikante Merkmale berücksichtigt werden konnten. Weiterführende und gut beschaffbare Literatur: Breitenbach J. & F. Kränzlin: Pilze der Schweiz Bd.4 (1995) (nachfolgend B&K genannt); Gröger, F.: Mykologisches Mitteilungsblatt Heft 3 (1961); Krieglsteiner G. J.: Die Großpilze Baden-Württembergs Bd. 4 (2003) (nachfolgend BW genannt); Vellinga E. C.: FLORA AGARICINA NEERLANDICA (1990) (in Englisch!);
Hut glatt, ± eingewachsen faserig, in Hutmitte auch flockig bis schuppig möglich. (nicht deutlich samtig, körnig, bereift oder runzelig-aderig). Relativ große fleischige Arten. Mikroskopisch gut an den apikal hakigen Pleurozystiden zu erkennen. Auf morschem Holz, selten scheinbar terrestrisch.:
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Kurzkennzeichen: |
Hut ± braun / oft mit Rettichgeruch |
Hut und Stiel reinweiß |
Hut weiß, grau, ocker, ± schuppig |
Hut grau, Stiel weiß, teils mit bläul.-grünl. Tönen |
Auf Nadelholz, Hut braun, Lamellenschneide dunkel |
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Artname |
Gruppe um cervinus |
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Deutscher Name |
Rehbrauner |
Weißer |
Seidiger |
Grauer |
Schwarzschneidiger |
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Name bei Moser |
atricapillus, curtisii |
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Hut |
reinweiß, Mitte auch cremegelblich, ohne Schuppen |
weißlich, creme, bräunlich, Mitte dunkler, kaum bis stark schuppig |
hellgrau, hell graubräunl., Mitte dunkler, oft mit grünl. Stich |
dunkel grau- bis schwarzbraun, Mitte schwarz flockig |
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Lam.schneide |
weiß, teils etwas fransig |
Gleichfarbig |
weißlich, eben |
weiß, flockig |
dunkelbraun |
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Stiel |
auf schmutzig weißl. Grund ± braun eingewachsen faserig |
weiß |
weiß, weißlich, Basis braun |
weiß überfasert, unten graulich, oft mit bläulichem Schimmer |
ähnlich cervinus |
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Fleisch |
weiß |
weiß bis rosalich |
weißlich |
weiß, im Stiel auch bläulich |
weiß, unter der Hh. braun |
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Geruch |
rettichartig (andersartiger Geruch ist Indiz für Unterarten) |
unbedeutend |
unbedeutend bis schwach rettichartig |
etwas stechend, ähnl. Scleroderma, teils auch mit Rettichkomp. |
unbedeutend |
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Substrat |
Laub- und Nadelholz |
Laubholz (nur ?) |
Laubholz |
Laubholz, (Salix&Alnus) |
Nadelholz, vorw. Picea |
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Habitat |
fast überall anzutreffen |
Laubwälder |
feuchte Schluchten u. Auen |
fast überall anzutreffen |
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Vorkommen |
gemein |
verbreitet aber selten |
gilt als selten, b. Gera relativ häufig |
verbreitet, relativ häufig |
verbreitet, relativ häufig |
Cervinus: inkl. P. brunneoradiatus, P. pouzarianus, P. primus: Abb. und Diskussion siehe B&K Bd. IV.
Petasatus: Inkl. P. pseudorobertii mit schwachen makroskopischen und mikroskopischen Differenzen (Schnallen), eher kleinere Art, Hut etwas dunkler schuppig und teils -wie im Bild erkennbar- dunklere Lamellenschneide im Hutrandbereich.
Mit Ausnahme von P. ephebeus sehr kleine Arten. Trotz in verschiedener Sektionen eingeordnet, ist P. hispidulus var. cephalozystis nicht sicher von exiguus und pusillulus zu trennen und passt auch makroskopisch besser zur Sektion Villosi! Hut ± eingewachsen faserig, vor allem in Hutmitte teils auch flockig bis schuppig. Nicht deutlich samtig, körnig, reifartig oder runzelig-aderig. Apikal keine hakenförmigen Pleurozystiden. Auf Holz, teils aber auch scheinbar terrestrisch:
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Kurzkennzeichen |
ähnl. Tricholoma terreum |
Hut zweifarbig, behaart |
Artengruppe mit kleinen Frk. u. schuppig-faserigem Hut (nicht immer abgrenzbar?) |
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Artname |
ephebeus Abb. in BW |
hispidulus Abb. in BW |
pusillulus |
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Deutscher Name |
Graufilziger |
Haariger |
Haariger |
Feinschuppiger |
Kleinster |
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Name bei Moser |
villosus, murinus, lepiotoides, pearsonii |
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Hut |
haarig, Haare am Rand überstehend, grauweißl., zur Mitte zu faserschup-pig u. deutl. dunkler (zweifarbig) |
Mitte reifartig, sonst eingewachsen radialfaserig, Rand ± faserschuppig; graubräunl., Fasern schwach silbrig |
blass ockerlich b. graubraun, Schei-be dunkler, fein flockig-schuppig, weiße Huttrama durchscheinend |
braun, ohne Grau- oder Rottöne, striegelig, wollig-faserig
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Lamellenschneide |
weißlich, schwach gezähnelt |
weißlich, zart bewimpert |
weißlich, eben |
weiß, zart bewimpert |
teils braun gepunktet |
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Stiel |
weißl., glatt, Basis ± grau-braun, faserig bis schwach schuppig |
silbrig-weiß längs überfasert, Basis weiß, fast etwas haarig |
silbrig-weiß eingewachsen längs überfasert, Basis dunkler |
silbrig- bis schmutzig weiß, längs überfasert, Faserung an Basis gröber |
oben spärlich, und deutlich weißlich längs überfasert |
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Geruch |
unbedeutend |
unbedeutend |
unbedeutend |
ähnl. P. salicinus |
unbedeutend |
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Mikromerkmale |
Pleurozystiden vorhanden |
Pl.Z. selten bis fehlend |
Pl.Z. selten bis fehlend |
Zyst. apikal oft geschnäbelt |
Sporen fast kugelig |
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Habitat |
feuchte Lagen |
feuchte Lagen, ± über Kalk |
feuchte Lagen, ± über Kalk |
bodenfeuchte Laubwälder |
feuchte Lagen |
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Vorkommen |
nicht häufig |
nicht häufig |
selten |
selten |
selten |
Bemerkung: Ohne Mikroskopie meist nicht zu bestimmen!
Arten der Sektion Celluloderma / Subsektion Hispidodermini
Mittelgroße bis fast große Arten. Abgesehen vom sehr variablen Samtfüßigen Dachpilz oft makroskopisch sicher anzusprechen. Hutmitte manchmal etwas runzelig oder adrig, darüber aber immer samtig, körnig-schuppig:
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Kurzkennzeichen |
Hut braun und ± flockig-bereifter Stiel, sehr variable Art! |
Stielbasis mit rosa Tönen |
komplett braunflockig |
Hut gelb |
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Artname |
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Deutscher Name |
Rosastieliger |
Schwarzflockiger |
Löwengelber |
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Name bei Moser |
punctipes, semibulbosus, granulatus, depauperatus, hiatulus |
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luteomarginatus, sororiatus |
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Hut |
von weiß über blass ocker, rosa, dunkel rotbraun bis schwarzbraun, sowie radialfaserig, filzig bis aufgerichtet feinschuppig ist alles vertreten, Mitte oft etwas runzelig, meist stark hygrophan |
auf rotbraunem Grund weißlich bereift, Mitte dunkel- bis schwarzbraun, matt bis samtig, außen teils etwas eingerissen |
auf blassem, hellbraunem Grund dunkelbraun flockig faserschuppig, Mitte dunkel- bis schwarzbraun mit abstehenden Schüppchen |
goldgelb mit kaum dunklerer braungelber Mitte, trocken hell bräunlich gelb,glatt, matt, feinfilzig-körnig, Mitte auch etwas schuppig. |
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Lamellenschneide |
weißlich, glatt |
gleich, eben |
deutlich braun, flockig |
weiß, bewimpert |
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Stiel |
oft stämmig, weißlich, Basis teils blass rosa, weiß überfasert, an der Basis vor allem im Alter gelblich |
auf creme bis blass braunem Grund dunkelbraun faser-schuppig, Schuppen zur Spitze zu heller |
jung fast weiß, später mehr gelb, teils mit oliver Note, glatt, im unteren Bereich weißlich überfasert |
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Fleisch |
weiß |
weißlich |
weiß, manchmal bräunlich |
weiß, gelblich, schwach rosa |
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Geruch |
schwach, manchmal krautartig |
unbedeutend |
unbedeutend |
oft leicht rettichartig |
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Mikromerkmale |
Sp. fast rund, Qm bis 1,2; Pl.Zyst. schlank spindelig |
Pl.Zyst. mit Auswüchsen |
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Pl.Zyst. mit Auswüchsen |
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Substrat |
auf morschem Laub und Nadelholz, teils auch auf vergrabenen Holzresten |
auf totem, über- und unterirdisch liegendem Nadel- und Laubholz |
Auf totem, liegendem Laubholz |
auf morschen Laub-, seltener auf Nadelholz, scheinbar auch terrestrisch |
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Habitat |
feuchte Lagen, ± über Kalk |
über neutralen bis basischen Böden |
montane Lagen meidend |
an feuchten bis trockenen Standorten |
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Vorkommen |
zerstreut |
zerstreut, in Norden selten |
selten, diese Jahr aber häufig |
nicht häufig |
Pl. roseipes ist vor allem im Stiel oft sehr fleischig, kann aber auch recht dünnfleischig ausfallen. Die rosa Stielbasis ist nicht immer deutlich!
Pl. leoninus könnte in mehrere Varietäten (Arten ?) unterteilt werden. Charakteristisch für diese Gruppe sind aber immer die deutlichen gelben Hutfarben.
Pl. plautus ist nur unter Einbeziehung der Mikromerkmale bestimmbar!
Hut runzelig bis adrig. Teils auch samtig, aber nicht so körnig wirkend wie in der Subsektion Hispidodermini. Braunhütige, sowie weiß- bis graustielige, makroskopisch (oft auch mikroskopisch) kaum differenzierbare Arten. Auf morschen Laubholz, scheinbar aber auch terrestrisch:
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Kurzkennzeichen |
graue bis olive Farbtöne |
braunhütig |
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Artname |
insidiosus Abb. in B&K |
nanus f. griseopus Abb. in B&K |
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Deutscher Name |
Graubrauner |
Verwechselbarer |
Düsterer |
Flockigbereifter |
Graustieliger |
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Name bei Moser |
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griseopus |
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Hut |
graubraun bis olivbraun, matt |
ocker bis graubraun, Mitte dunkler, matt |
(dunkel-) braun, Mitte dunkler, trocken ockerbraun, oft deutlich runzelig-aderig, Rand scharf und abgebogen, nur schwach hygrophan |
matt-samtig, meist nur schwach aderig, grau, ocker, grau-, dunkel- bis rotbraun, beim Reiben dunkler werdend (immer?) |
wie nanus |
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Lamellenschneide |
weißflockig |
glatt bis weißflockig |
weißlich bis bräunlich, fein flockig |
weißlich, flockig |
wie nanus |
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Stiel |
weiß bis hellgrau, fein weiß überfasert |
weiß bis hellgrau, schwach weißlich überfasert |
weiß, gräulich bis schmutzig gelbbräunlich, Basis weiß filzig |
weißlich, von unten her dunkler werdend, kompl. weißl. überfasert |
über grauem Grund weißlich flockig |
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Mikromerkmale |
Pl.Z. apikal breiter als phlebophorus |
geschnäbelte Zystiden |
HDS in Draufsicht dicht |
HDS in Draufsicht locker |
Kaulozystiden reichlich |
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Habitat |
neutrale bis basische Böden |
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nicht zu saure Böden |
Über reichen, nicht zu sauren Böden |
wie nanus |
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Vorkommen |
ziemlich selten |
selten |
häufig (Unterarten seltener) |
nicht selten |
wie nanus |
Kollektionen der engeren Phlebophorus-Gruppe inkl. Pl. nanus gelingen mir nicht immer eindeutig einer Art zuzuordnen!
P. phlebophorus in Tabelle inkl. luctuosus (mit mehr brauner Lamellenschneide) und P. pallescens (deutlich hygrophan und weniger kräftig runzelig-aderig).
Durch auffällige Farben auf Hut und (oder) Stiel meist schon im Feld ansprechbar:
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Kurzkennzeichen |
gelbliche bis gelbe Farben |
leuchtend gelb-orange |
grünlich-bläuliche Farben |
weiße (weißliche) Farben |
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Artname |
aurantiorugosus Abb. in BW |
inquilinus Abb. in BW |
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Deutscher Name |
Goldbrauner |
Gelbstieliger |
Orangeroter |
Blaufüßiger |
Weißsamtiger |
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Name bei Moser |
luteovirens, galeroides |
splendidus |
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alborugosus |
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Frk. |
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oft büschelig |
kleine Art |
kleine Art |
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Hut |
braun mit gelben Rand, trocken mehr gelb, meist stark runzelig |
dunkel- bis gelbbraun, matt, Mitte aderig-runzelig |
orangerot, älter gelb |
dunkel umbrabraun, teils mit bläulichem Stich |
weiß bis blass graubräunlich, Mitte auch gelblich |
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Lamellenschneide |
weißl. bis gelblich, glatt |
flockig |
weißlich, flockig |
weißlich teils mit bläulichem Stich |
weißlich, glatt bis flockig |
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Stiel |
weißl., Basis auch mit gelblichen Tönen, eingewachsen längsfaserig |
deutlich gelb, etwas glänzend, eingewachsen längsfaserig |
faserig, weißlich bis gelblich, darüber ± bis orange flockig |
grauweißlich, Basis graugrünlich bis –bläulich (auch noch im Exsikkat!) |
weiß glänzend, Spitze flaumig |
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Fleisch |
weiß, im Stiel auch gelblich |
schmutzig gelblich |
weiß, im Stiel gelblich |
im Stiel grünlich-bläulich |
weiß, brüchig |
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Substrat |
Auf totem Laubholz (meist Buche) |
Auf totem Laubholz |
auf morschem Laubholz |
auf totem Laubholz und terrestrisch |
auf Laubholz |
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Habitat |
über reichen, neutralen bis basischen Böden |
keine besonderen Ansprüche |
feuchte Stellen |
wärmeliebende Art, 1x in Zadelsdorf (leg. T. Böhning) |
über neutralen bis basischen Böden |
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Vorkommen |
zerstreut |
häufig |
selten |
sehr selten |
selten |
P. inquilinus in Tabelle inkl. semibulbosus ss. LANGE, ORTON. Der mit deutschem Name Knollige Dachpilz ist in seiner Einordnung nicht ganz klar, vermutlich aber zur Subsektion Hispidodermini gehörend (?). Die Typuskollektion wurde nicht auf Holz, sondern auf Sauergräsern in sumpfiger Lage gefunden.
Noch 2 Arten der Subsektion Eucellulodermini (Pl. diettrichii und poliocnemis) und 2 Arten der Subsektion Mixtini (Pl. thomsonii und podospileus)
Letztere unterscheidet sich durch eine Huthaut aus kugeligen bis langestreckt keulig-spindeligen Elementen. Makroskopisch entstehen dadurch leider keine deutlichen Unterschiede. Trotzdem sind diese Arten durch andere, ± weniger gut kenntliche Merkmale oft bestimmbar. Auf das Mikroskopieren kann aber hier nicht verzichtet werden. Vorkommen in feuchten Lagen, auf morschem, über- und unterirdischem Laubholz:
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Kurzkennzeichen |
Hutrand ± aufreißend, Sporen relativ schlank und lang (Qm > 1,4) |
Hut stark aderig, Stiel grau |
Hut bereift, Stiel ± schuppig |
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Artname |
poliocnemis |
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Deutscher Name |
Rissiger |
Graustieliger |
Samtiger |
Samtiger |
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Name bei Moser |
rimulosus |
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Frk. |
relativ klein |
relativ groß |
oft klein |
oft klein |
wie podospileus |
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Hut |
braun, Rand schon jung radialrissig bis feldrig aufreißend und dann die weißl. Huttrama sichtbar |
Rand weniger rissig, braun bis dunkelbraun, |
Mitte fast schwarzbraun, Rand etwas ausgefranst, trocken blass, matt, kräftig radial runzelig-aderig |
± dunkelbraun, Rand heller, samtig- körnig punktiert, kaum runzelig, durch winzige Härchen bereift |
wie podospileus |
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Lamellenschneide |
grob bewimpert |
weißlich, fein bewimpert |
weißlich, glatt bis flockig |
bis schwach bräunlich, ± bewimpert |
wie podospileus |
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Stiel |
fast weiß, unten umbrabräunlich, Basis weiß filzig, nicht flockig |
weißlich, jung etwas bereift, Basis bräunlich flockig- schuppig |
Basis oft dunkelgrau, sonst grau mit weißlich bereifter Stielspitze |
weiß, unten graubräunl., mit bräunl. faserigen winzigen Schüppchen |
Schüppchen fehlend oder nur an der Stielbasis auffindbar |
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Mikromerkmale |
relativ schlanke, große Sp., ohne Pl.Zyst. |
relativ schlanke, große Sp., Stiel jung mit Kaulozystiden |
Sp.rundlich, Cheilos mit ± ausge-zogener Spitze, jung mit Kaulozyst. |
Sp. wie vorher, Cheilozystiden breit keulig, subfusi- bis subutriform |
wie podospileus |
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Vorkommen |
selten |
sehr selten |
verbreitet, aber nicht häufig |
nicht häufig |
häufiger als die Normalform |
Literaturverzeichnis:
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Breitenbach J. & F. Kränzlin (1995): Pilze der Schweiz, Band 4: Blätterpilze 2. Teil. Luzern.
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Dähncke R. M. (1993): 1200 Pilze. Aarau-Stuttgart.
Gröger, F. (1961): Die Dachpilze.- Mykol. Mitt.bl. 5(3), 49-71.
Gröger, F. (1995): Einige Daten zu Pluteus pusillulus Romagn. Boletus 19(3): 83-87.
Kreisel, H. (Hrsg.) (1987): Pilzflora der Deutschen Demokratischen Republik. Jena.
Krieglsteiner, G.J. (1991): Verbreitungsatlas der Großpilze Deutschlands (West), Band 1: Ständerpilze, Teil B: Blätterpilze. Stuttgart.
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Krieglsteiner, L. (1999): Pilze im Naturraum Mainfränkischen Platten und ihre Einbindung in die Vegetation. Regensburger Mykologische Schriften 9(1-2): 1-905.
Meusers, S. & M. Meusers (1984): Die Gattung Pluteus: Literaturanalyse. Manuskript.
Michael, E., B. Hennig & H. Kreisel (1981): Handbuch für Pilzfreunde Band IV -Blätterpilze-Dunkelblättler. Jena.
Moser, M. (1983): Die Röhrlinge und Blätterpilze (Agaricales).- Kleine Krypt.flora II/b2, Basidiomyceten, II. Teil. Stuttgart.
Moser, M. & W. Jülich (1985 ff.): Farbatlas der Basidiomyceten. Stuttgart.
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Vellinga, E. C. (1990): Pluteaceae Kotl. & P. Flora Agaricina Neerlandica, Vol. 2. Balkema, Rotterdam.
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Zschieschang, G.: Dachpilze. Manuskript.