Thüringer Arbeitsgemeinschaft Mykologie e.V. (ThAM) Wöllnitzer Str.53 07749 Jena Tel./Fax:(03641)396584 www.tham-thueringen.de tham-thueringen@t-online.de Rundschreiben Nr. 2 / 2003 Liebe Pilzfreunde ! Das nunmehr abgelaufene Jahr brachte uns Pilzfreunden nicht allzu viel Grund zur Freude, war es doch eines der trockensten der letzten 100 Jahre. Über Monate gab es so gut wie keine Pilze, und auch als im Herbst dann wieder reichlichere Niederschläge fielen, stellte sich nicht gerade explosionsartiges Pilzwachstum ein. Es ist offenbar doch so, dass zumindest ein Teil der Myzelien infolge der Trockenheit nachhaltig geschädigt wurde. Hoffen wir, dass die extreme Dürre nicht auch noch in die kommende Pilzsaison nachwirkt. Trotzdem ging es in der Pilzkunde alles andere als ruhig zu. Im Herbst fanden in kurzer Abfolge gleich drei Tagungen statt, darunter die Vierte Thüringer Exkursions- und Vortragstagung in Zadelsdorf. Auch bei den September-Veranstaltungen in Günthersberge (Bundesfachausschuss Mykologie) und Grünheide (Arbeitsgemeinschft sächsischer Mykologen) waren thüringische Pilzfreunde in größerer Zahl beteiligt. Die über´s Jahr verteilten Tagesexkursionen der ThAM litten zum größten Teil unter der Trockenheit. Es gab insgesamt nicht allzu viele bemerkenswerte Funde, auch weil viele Pilzfreunde lieber gleich zu Hause blieben. Nach 2001 wurden auch im abgelaufenen Jahr wieder Prüfungen für angehende Pilzsachverständige durchgeführt. Obwohl 4 Kollegen die Anforderungen erfüllten, kann diese Tatsache aber nicht über das offensichtliche Nachwuchsproblem in der Pilzberatung hinwegtäuschen, handelt es sich doch bei den vier neuen PSV durchgängig um bereits "gestandene" Persönlichkeiten. Erhoffte Fortschritte bei der Anerkennung der Pilzberatung durch staatliche Stellen und Behörden konnten leider nicht verbucht werden. Hier wird nur ein sehr langer Atem weiterhelfen. Durch die während der Mitgliederversammlung der ThAM beschlossene Einführung einer eigenen thüringischen Pilzsachverständigen-Lizenz haben wir jedoch eine wichtige Voraussetzung dafür geschaffen und uns außerdem ein größeres Maß an Unabhängigkeit gegenüber manchen überzogenen Regeln der DGfM zur Pilzberatung verschafft. Das kommende Jahr wird ganz im Zeichen der 1. Internationalen Mykologen-Tagung der DGfM stehen, welche vom 24. - 30. September in Friedrichroda stattfinden wird, von der ThAM organisiert. Als weiteres "Großereignis" wirft die Zweite Thüringer Landes-Pilzausstellung ihre Schatten voraus (wahrscheinlicher Termin 9. - 10. Oktober 2004). Derzeitiger Mitgliederstand der ThAM: 101 ! 1. Vierte Thüringer Exkursions- und Vortragstagung in Zadelsdorf vom 10. bis 12. Oktober 2003 In nahezu allen Belangen zufriedenstellend verlief unsere diesjährige Tagung in Zadelsdorf bei Zeulenroda. Unterkunft und Verpflegung ließen fast keine Wünsche offen (allerdings stöhnte unsere Schatzmeisterin wegen der doch relativ hohen Kosten). Das Vortragsprogramm erwies sich als reichhaltig und anspruchsvoll. Die Exkursionen litten zwar zum Teil unter den vorausgegangenen widrigen Witterungsbedingungen, erbrachten aber für die meisten Teilnehmer doch die eine oder andere interessante Art. Und - was ja für viele das Wichtigste ist - man hat sich wieder einmal in angenehmer Runde getroffen. Für die anwesenden Pilzsachverständigen galt die Veranstaltung als Weiterbildung gemäß den DGfM-Richtlinien. Mit 60 Teilnehmern war die Veranstaltung zwar gut besucht, erreichte jedoch nicht die Teilnehmerzahl der Vorgänger-Veranstaltungen. 2. Mitgliederversammlung und Vorstandswahl Während der Tagung in Zadelsdorf wurde die turnusgemäße jährliche Mitgliederversammlung der ThAM abgehalten. Dabei wurde ein neuer Vorstand gewählt, der sich folgendermaßen zusammensetzt: 1. Vorsitzender: Dr. Gerald Hirsch (Jena) 2. Vorsitzender: Dietmar Löffler (Eschefeld) Schatzmeisterin: Angelika Stacke (Jena) Schriftführer: Andreas Vesper (Gera) Beisitzer: Frank Wendland (Nobitz) Andreas Gminder (Jena) Jochen Girwert (Erfurt) ThAM-Mitglieder finden das Protokoll zur Mitgliederversammlung als Anlage zu diesem Rundschreiben. Die wichtigsten Entscheidungen der MV: - Schaffung einer eigenen thüringischen Pilzberaterlizenz (s.u.) - Neufestsetzung der Mitgliedsbeiträge auf 15,00 EUR (Normalbeitrag) bzw. 8,00 EUR (ermäßigter Beitrag) 3. Pilzsachverständigen-Prüfung Am 25. Oktober stellten sich in Erfurt acht Kandidaten der Prüfung zum Pilzsachverständigen. Die Prüfungskommission bestand aus Peter Bauer (Meiningen), Frank Wendland (Nobitz) und Andreas Gminder (Jena). Als erstes mußte ein theoretischer Prüfungsteil mit einer ganzen Reihe z.T. recht schwieriger Fragen beantwortet werden. Daran schloß sich ein praktischer Teil an, bei dem vorgelegte Frischpilze zu erkennen waren und Elemente einer Pilzberatung simuliert werden mußten. Leider schafften es nur 50% der Kandidaten. Wir gratulieren aber trotzdem herzlich zur bestandenen Prüfung: Heide Fritze (Wachstedt/Eichsfeld) Bärbel Kiefer (Weberstedt) Siegfried Schmidt (Herpf) Peter Stenzel (Nordhausen) Ein Kandidat wird im Jahr 2004 die Möglichkeit erhalten, die praktische Prüfung zu wiederholen und so ebenfalls letztlich erfolgreich zu sein. 4. Thüringische Pilzsachverständigen-Lizenz Eine Prüfungs- und Durchführungsverordnung bezüglich der ThAM-eigenen thüringischen Pilzberater-Lizenz wurde während der Mitgliederversammlung in Zadelsdorf verabschiedet. Der Wortlaut dieses Papiers ist auf der Homepage der ThAM einsehbar; Pilzsachverständige der ThAM bekommen es zusammen mit ihrem PSV-Ausweis. Die ThAM-Lizenz erhalten alle Pilzsachverständigen, die - eine gültige DGfM-Lizenz besitzen - eine alte DDR-Lizenz besitzen (ggf. muß eine Weiterbildungsveranstaltung besucht werden) - eine PSV-Prüfung in Thüringen bestanden haben - eine den genannten vergleichbare Qualifikation nachweisen können. Die Anforderungen an die Sachverständigen sind denen der DGfM vergleichbar, weichen jedoch in Einzelheiten ab (z.B. muß eine Weiterbildung innerhalb von vier Jahren erfolgen.). Die ThAM wird eine eigene Haftpflicht-Versicherung für Ihre PSV abschließen (deshalb die Beitragserhöhung) und eigene Ausweise ausgeben. Die Ausgabe der Ausweise wird im neuen Jahr beginnen, verzögert sich jedoch noch etwas. 5. Berichte über die Tagesexkursionen Exkursion nach Luisenthal am 19. Juli 2003 (Leitung: M. Bauer) Zur Pilzexkursion am 19.Juli hatten sich nur etwa 10 Pilzfreunde eingefunden. Grund für die vergleichsweise geringe Beteiligung war wohl neben der Kurzfristigkeit der Ankündigung die extreme Trockenheit, die bereits seit März mit wenigen Unterbrechungen über Thüringen hereingebrochen war. Dadurch waren die Erwartungen ausgesprochen niedrig, so daß eigentlich nur positive Überraschungen eintreten konnten. Das Exkursionsziel Luisenthal befindet sich ca. 15 km südlich Gotha in den Vorbergen des Thüringer Waldes. Die Wälder des Gebietes sind durchgängig forstlich überprägt und bestehen zum größten Teil aus Fichtenforsten. Laubhölzer wie Bergahorn, Birke oder Vogelbeere sind nur in geringem Maße beigemischt. Die Strategie des Pilzesammelns konnte nur so aussehen, konsequent sich entlang der Bäche des Untersuchungegebietes zu bewegen. Die Waldflächen waren absolut frei von Pilzen, wenn man von einigen communen Holzbewohnern absieht. Der Lehmgrund westlich Luisenthal wird von einem kleinen Bach durchflossen, in dessen Aue sich Versumpfungsstellen befinden, die z.T. mit Torfmoosen (Sphagnum spp.) bewachsen sind. Tatsächlich fanden sich in diesem Bereich Pilze, und das nicht zu knapp! Neben einigen Täublingen, Milchlingen, Wulstlingen, Röhrlingen und wenigen anderen Mykorrhizapilzen, darunter einige Schleierlinge und Rißpilze, waren es vor allem Ascomyceten, die die Aufmerksamkeit der Pilzfreunde auf sich zogen. Der Sumpf-Haubenpilz (Mitrula paludosa) war eine dieser Arten, daneben zog ein Schildborstling (Scutellinia subhirtella), welcher sehr häufig auf feucht liegenden Fichtenzapfen wuchs, die Aufmerksamkeit der Pilzfreunde auf sich. Die anschließende Fundauswertung dauerte länger als eine halbe Stunde, was zeigt, dass die anfänglich erwähnte positive Überraschung tatsächlich eintrat und eine Pilzausbeute zusammenkam, die zu Anfang der Exkursion niemand erwartet hatte. Exkursion in den Mühlhäuser Stadtwald am 9. August 2003 (Leitung: M. Kleinschmidt) Hoffnung keimte auf, als gleich zu Beginn der Exkursion mehrere schöne Exemplare des Netzstieligen Hexen-röhrlings auftauchten. Damit hatte es sich dann aber auch, denn es waren die letzten terrestrischen Pilze, die gefunden wurden. Holzbewohner gab es zwar einige, aber insgesamt kann man nicht sagen, dass die 3 (in Worten: drei) Exkursionsteilnehmer zufrieden gewesen wären. 3. Kartierungstreffen zur Pilzkartierung in Naturschutzgebieten: NSG "Sommertal" im Wartburg-Kreis (Rhön) am 20. September 2003 (Leitung: J. Wiesner & G. Hirsch) Die Naturschutz-Fachbehörden und die Leitung des UNESCO-Biosphärenreservates "Rhön" planen eine Erweiterung des Naturschutzgebietes "Sommertal" bei Fischbach in der Rhön. Hierzu sollten in den geplanten Erweiterungs-gebieten Argumente aus mykologischer Sicht gesammelt werden. Leider wurde auch dieses Vorhaben durch die trockene Witterung weitgehend vereitelt. Immerhin hatten ca. 12 Pilzfreunde den weiten Weg nach Südwest-Thüringen nicht gescheut. Während eine Exkursionsgruppe am Basaltberg "Umpfen" wenigstens stellenweise feuchtere Bereiche mit einigen interessanten Pilzen antraf, ging der Rest der Exkursionsteilnehmer, die die südexponierten Hänge östlich Fischbach aufsuchten, nahezu leer aus. Einer der wichtigsten Funde war der Lila Milchling (Lactarius lilacinus), eine bisher in Thüringen wenig gefundene Art bei Erle. Dass der Thüringer Muschelkalk ziemliche Steilstufen hervorbringen kann und an solchen Stellen das Pilze sammeln gefährlich wird, diese Erfahrung musste unser "altgedientes" Mitglied Wolfgang Schulz (Bleicherode) während der Exkursion leider machen. An einer besonders steilen Stelle gab es kein Halten mehr und er stürzte in die Tiefe. Zum Glück blieb es bei einigen Prellungen und Hautabschürfungen, aber allen Teilnehmern stockte für einen langen Moment der Atem ... Exkursion in den ehemaligen Braunkohlentagebau "Restloch Zechau" 04. Oktober 2003 (Leitung: F. Wendland) Bei günstiger Witterung bringen die angepflanzten Gehölze und auch die spontan aufgewachsenen Pionierwälder der Bergbau-Folgelandschaft des Altenburger Raumes sogar Speisepilze in größeren Mengen hervor. Aber, wie gesagt, bei günstiger Witterung. Ansonsten sieht es hier eher dürftig aus. Mit 6 Teilnehmern war auch diese Exkursion nicht gerade glänzend besucht. Immerhin konnten knapp 60 Arten nachgewiesen werden, darunter durchaus interessante Blätterpilze und kleine Becherlinge (Fundliste auf der Homepage). Exkursion in das Thüringer Holzland am 18. Oktober 2003 Mußte wegen mangelnder Beteiligung ausfallen, obwohl es relativ viele Pilze gab. 6. Gesamtdeutschland-Kartierung Endlich, fünfeinhalb Jahre nach dem Startschuss sind in dem gerade eben erschienenen Heft der "Zeitschrift für Mykologie" die Verbreitungskarten der ersten Kartenserie (31 Arten) veröffentlicht worden. Daran haben sich auch viele Thüringer beteiligt, und als Länderkoordinator möchte ich allen Pilzfreunden, die 1998 bei Beginn der Kartierung und/oder 2003, als ich nochmals Nachträge angefordert hatte, Funddaten geliefert haben, für ihre nie am Gelingen des Projektes zweifelnde Mitarbeit danken. Das Ergebnis (unter der Autorschaft H. Dörfelt / A. Bresinsky) kann sich durchaus sehen lassen, auch wenn viele Gebiete in den alten Bundesländern nicht die Bearbeitungsdichte wie bei uns aufweisen. Leider gelang es bei dieser ersten Serie nicht, historische von aktuellen Daten zu trennen und in den Karten unterschiedlich darzustellen, so dass manch falscher Eindruck entsteht (z.B. dass Arten wie Schweinsohr oder Gelber Spateling in Thüringen weit verbreitet seien). Dass es mit dieser Kartierung überhaupt noch etwas geworden ist, haben wir ganz vordergründig unserem Mitglied Heinrich Dörfelt zu verdanken, der das Heft des Handelns in die Hand genommen hat, nachdem die ursprünglich Verantwortlichen ihr Desinteresse durch verschärftes Nichtstun dokumentiert hatten. Wir werden versuchen, für diejenigen thüringischen Mitarbeiter, die die ZfM nicht erhalten, Sonderdrucke dieser Publikation zu organisieren (bitte bei Interesse beim Vorstand melden). Während der BFA-Tagung in Günthersberge haben mehrere Länderkoordinatoren im Beisein u.a. des Vorsitzenden der DGfM, Prof. Agerer, über den Fortgang des Projektes beraten. Noch immer steht als Fernziel eine "Pilzflora von Deutschland", nachdem in möglichst allen Bundesländern Regionalfloren oder Checklisten erstellt werden sollen. Als ein Schritt auf diesem Weg wird die Fortführung der Gesamtdeutschland-Kartierung angesehen, weshalb nach eingehender Diskussion erneut 30 Arten vorgeschlagen werden, die im kommenden Jahr kartiert werden sollen. Dabei handelt es sich um: Amanita caesarea - Kaiserling Amanita friabilis - Erlen-Streifling Armillaria ectypa - Moor-Hallimasch Bankera fuligineoalba - Rauchfarbener Weißsporstacheling Boletus regius - Echter Königsröhrling Bovista paludosa - Moorbovist Entoloma bloxamii - Blauer Rötling Faerberia carbonaria - Gemeiner Kohlenleistling Geastrum floriforme - Blumen-Erdstern Hapalopilus croceus - Safrangelber Weichporling Helvella atra - Schwarze Lorchel Hericium erinaceum - Igel-Stachelbart Hydnellum suaveolens - Wohlriechender Korkstacheling Hygrocybe calyptriformis - Rosenroter Saftling Hygrocybe laeta - Zäher Saftling Hygrophorus marzuolus - März-Ellerling Hymenochate cruenta - Blutrote Borstenscheibe Lactarius aspideus - Blasser Violett-Milchling Leucopaxillus compactus - Dreifarbiger Krempentrichterling Limacella ochraceolutea - Ockergelber Schleimschirmling Mitrula paludosa - Sumpf-Haubenpilz Panaeolus semiovatus - Ring-Düngerling Phylloporus pelletieri - Goldblatt Pisolithus arhizos - Erbsenstreuling Poronia punctata - Porenscheibe Sarcosphaera coronaria - Kronenbecherling Strobilomyces strobilaceus - Strubbelkopf-Röhrling Tricholoma colossus - Riesen-Ritterling Vibrissea truncorum - Fadenscheibchen Xylobolus frustulatus - Gemeiner Mosaik-Schichtpilz Die Liste enthält vorrangig Arten, die aus europäischer Sicht als gefährdet gelten. Einige dieser Arten sind bereits im Rahmen der Ostdeutschland-Kartierung bearbeitet worden, so dass hier vor allem Nachträge gemeldet werden sollen. Meldeschluss ist der 31.12.2004. 7. Ostdeutschland-Kartierung Auch hier ein "Endlich !", denn die lang erwartete Täublings-Serie ist mit dem vorletzten "Boletus"-Heft tatsächlich erschienen (für Thüringen noch bearbeitet von dem verstorbenen Udo Luhmann). Auch die Serie "Auwaldpilze und Weidenbegleiter" wird in einem der nächsten Hefte kommen, so dass wir uns wieder mit Optimismus an die Fortsetzung der Ostdeutschland-Kartierung machen können. Für die anstehende Schnecklings-Serie hatten ja viele Pilzfreunde schon zahlreiche Fundmeldungen eingesandt. Bitte Nachträge und noch nicht an mich geschickte Fundmeldungen bis 15. Januar 2004 bei mir einreichen ! Zur Erinnerung nochmals die Arten: Hygrophorus agathosmus (Wohlriechender Schneckling), H. chrysodon (Goldzahn-Sch.), H. discoxanthus = H. cossus ss. Moser (Verfärbender Sch.), H. eburneus (Elfenbein-Sch.), H. erubescens (Rasiger Purpur-Sch.), H. ligatus = H. gliocyclus (Schleimigberingter Sch.), H. hypothejus (Frost-Sch.), H. lucorum (Lärchen-Sch.), H. hedrychii = H. melizeus (Birken-Sch.), H. nemoreus (Hain-Sch.), H. olivaceoalbus (Natternstieliger Sch.); H. penarius (Trockener Sch.) H. persoonii = H. dichrous (Olivgestiefelter Sch.), H. piceae (Fichten-Sch.), H. pustulatus (Pustel-Sch.) 8. "Boletus" Für Mitarbeiter der Täublings-Serie der Ostdeutschland-Kartierung (s. vorig. Punkt) hat der Bundesfachausschuss Mykologie je ein Heft der Zeitschrift "Boletus" zur Verfügung gestellt, in welcher diese Verbreitungskarten nunmehr publiziert werden. Die entsprechenden Pilzfreunde erhalten das Heft als Anlage zu diesem Rundschreiben (falls schon vorhanden, bitte an andere Pilzfreunde weitergeben !). Dies ist durchaus auch als Werbeaktion zu verstehen, denn der "Boletus" krankt an Abonnentenmangel und kann derzeit nur durch Stützung des NABU weiter existieren. Wir meinen aber, dass der "Boletus" es nicht verdient hat, einzugehen, da in diesen Heften noch immer die für Ostdeutschland relevantesten Beiträge zur Pilzfloristik zu lesen sind. Deshalb werden alle Pilzfreunde, die auch Interesse an pilzfloristischen und pilzsystematischen Fragestellungen haben, aufgefordert zu prüfen, ob es nicht sinnvoll ist, den "Boletus" zu abonnieren. Jährlich erscheinen zwei Hefte à 64 Seiten zum Preis von 6 € pro Heft. Interessenten wenden sich bitte an Dr. Peter Otto, Tel. (p.) 0345-8050972 (otto@uni-leipzig.de). 9. Pilzkalender des Nationalparks "Hainich" Nochmal Werbung, aber alles rein pilzkundlich: Der erste und einzige thüringische Nationalpark "Hainich" bringt jedes Jahr einen thematischen, großformatigen Kalender heraus. Für 2004 wurde das Thema "Pilze" gewählt. Die Motive sind aus rein wissenschaftlich-mykologischer Sicht nicht so interessant, die Bilder dafür um so besser und sehr ästhetisch. Format (aufgeklappt) DIN A2, Preis 10 EURO. Zu bestellen bei der Nationalparkverwaltung, Bei der Marktkirche 9, 99947 Bad Langensalza, Tel. 03603-390728 (np_hainich@forst-thueringen.de). 10. Material zur Bestimmung von Dachpilzen (Pluteus) Für seinen Vortrag in Zadelsdorf hat Andreas Vesper Bestimmungstabellen zusammengestellt, die ab sofort aus dem Internet von unserer Homepage heruntergeladen werden können. Wer sich mit diesem neuzeitlichen Kram nicht so gut auskennt, aber interessiert an diesen Hilfsmitteln für die Dachpilz-Bestimmung ist, wendet sich bitte an den Vorstand und kann dort einen Abzug dieser Tabellen bestellen. 11. Persönliches Der Vorstand gratuliert nachträglich allen ThAM-Mitgliedern, die in diesem Jahr "runde" Geburtstage gefeiert haben, herzlich: zum 45. Geburtstag: Frank Putzmann (Schmiedebach), Gerritt Schmook (Neidhardtshausen), Karl- Heinz Seifert (Heiligenstadt) zum 50. Geburtstag: Heinrich Lenfert (Triptis), Gerald Hirsch (Jena), Gerhard Krapf (Berka/Werra), Selmar Petzoldt (Langenroda), Bernd Rudolph (Könitz), Gerd Schüler (Gleichamberg) zum 55. Geburtstag: Christine Hübner (Sülzhayn), Gerald Morgenroth (Jena), Siegfried Schmidt (Herpf), Wolfgang Stark (Bergen) zum 60. Geburtstag: Dieter Ahlf (Vachdorf) zum 70. Geburtstag: Wolfgang Schulz (Bleicherode) zum 80. Geburtstag: Lotti Michel (Pausa) zum 85. Geburtstag: Heinz Hartmann (Schleiz) Zur Information für alle, die ihn kannten: Der ehemalige Bezirkspilzsachverständige des Bezirkes Gera, Herr Dr. Adam Zureck, ist am 28. November 2003 im Alter von 77 Jahren gestorben. 12. Frühjahrsexkursion 2004 08. Mai 2004 Exkursion in die Hainleite bei Sondershausen Treffpunkt: 10.00 Uhr Parkplatz am "Possen" (südl. Sondershausen) Im Namen des Vorstandes der ThAM wünsche ich allen Pilzfreunden einen erholsamen Jahresabschluss und ein glückliches, gesundes und auch pilzreiches neues Jahr 2004 ! G. Hirsch Jena, im Dezember 2003