Überraschenderweise fanden sich trotz großer Trockenheit im Laufe des Tages noch Flockenstieliger Hexenpilz und Mairitterling. Allerdings hatten wir gleich am Treffpunkt beschlossen, dass es doch viel besser wäre, sich Orchideen zu betrachten. Diese fanden sich auch reichlich in vielen Arten. Zum Ausklang wurde gebrätelt.
Es war eine interessante, aber pilzarme Exkursion.
H.-G. Simonis bei der LagebesprechungDer vielbestaunte PilzFrauenschuh-OrchideePurpur-KnabenkrautVogelnestwurzDiptam. Womit man nach Prof. Snape Fluchnarben heilt.2 x Bechmann am Grill
Das Rundschreiben 2015/1 ist ab sofort zum Download verfügbar. Außerdem wurden die Termine für 2015 mit weiteren Informationen ergänzt. Eine Übersicht der Termine kann untenstehender Karte entnommen werden.
Exkursionen und Tagungen 2015
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Theuma (Gaststätte und Pension am Steuberg): 50.467837, 12.250013
Hohe Schrecke: 51.232647, 11.298451
Jüchnitztal bei Geraberg: 50.712517, 10.829993
Landgrafenschlucht bei Eisenach: 50.953784, 10.308845
Die Voraussetzungen (ausreichende Durchfeuchtung, nicht zu heiß) waren Ende Mai denkbar günstig und das Pilzaufkommen für den Frühling durchaus gut. Das Exkursionsziel, der „Langengrobsdorfer Grund“, ein von kleinen Bächen durchzogenes Tal, befindet sich am westlichen Stadtrand von Gera. Die Bodenverhältnisse werden von der Saale-Elster-Buntsandsteinplatte beeinflusst – kalkliebende Pilze durften also nicht erwartet werden und wurden auch nicht gefunden. Der Schatz dieses kleinen Tales, eine relativ naturbelassene Feuchtwiese, begrüßte die 11 aus Thüringen und Sachsen angereisten Pilzfreunde mit mehreren hundert blühenden Dactylorhiza majalis (Breitblättriges Knabenkraut). Die meisten Pilze gab es aber nicht auf der Wiese sondern an den Waldrändern und im Auenbereich der kleinen Bäche – jahreszeitgerecht nur wenige Mykorrhizapilze sondern hauptsächlich Saprophyten (siehe Fundliste). Das störte aber niemanden, denn Speisepilzsammler waren nicht vertreten und selbst die Maipilze hatten eine gute Chance, eines natürlichen Todes zu sterben. Für das Nachbestimmen vieler Kleinpilze möchte ich mich besonders bei Christine Morgner bedanken.
Von links: Dietmar Löffler, Erika Semmler, Jochen Girwert, Christine Morgner, Wolfgang Schulz, Wolfgang Stark, Frank Burgdorf, Heinrich Lenfert, Bodo Wagner, Rainer Michelsson, Andreas Vesper
Text: A. Vesper, Bilder: Christine Morgner & A. Vesper
Vorläufige Fundliste: ThAM Exkursion am 25.05.2013Thüringen, Gera, Langengrobsdorfer Grund, MTB 5138/31, ca. 250m ü. NN
Der Erdengraben liegt nicht weit von Jena, ca. 2 km südlich der Dornburger Schlösser. Der untere Teil der tief eingeschnittenen Kerbeschlucht wird von einem kleinen Bach durchflossen, der trotz vorausgegangener Trockenheit für ein ausreichend feuchtes Mikroklima sorgte. Über Muschelkalkboden bot sich uns ein altholzreiches Laubwaldareal, vor allem bekannt durch seinen großen Bestand an Märzenbechern. Hangaufwärts geht der Schluchtwald schnell in den gebietstypischen Orchideen-Buchenwald über. Ein Lebensraum, nicht nur für Orchideen, sondern auch anderer seltener Pflanzen und natürlich – Grund unserer Exkursion – Pilze.